Christel Bott

Christel Bott ist am 30. Mai 1937 in Berlin geboren. Sie lebte vom zweiten bis zum 12 Lebensjahr bei den Großeltern, im Winter in Prenzlauer Berg und im Sommer in Pankow auf einem Pachtgrundstück. 1943 wurden sie in Prenzlauer Berg ausgebombt. Ständiger Wohnsitz wurde das nach und nach winterfest gemachte Sommerhaus. Drei Mal traf es eine Bombe. Eine weitere schlug im Februar 1945 in der Mühlenstraße ein und machte eine Villa zu einem einzigen Schutthaufen. Dort waren alle geretteten Möbel und der Hausrat aus der Stadtwohnung untergestellt, alles war nun weg. Der Rest im Sommerhaus wurde Ihnen bei einem Überfall Ende 1945 geraubt.

Die Großeltern halfen, mit ihren leider beschränkten Mitteln, so gut es ging den Juden.

Im September 1945 wurde Christel Bott auf Verlangen der Großmutter in die dritte Klasse eingeschult. Sie schaffte das Schuljahr mit Bravour und durchlief die Schule bis zur neunten Klasse. Anfangs in Berlin Pankow, ab 1949 beim Vater in Berlin Friedrichshain. Ihr Vater erlaubte ihr nicht ein Stipendium für ein Maschinenbaustudium anzunehmen. Sie sollte Geld nach Hause bringen und nicht studieren.

Von September 1952 bis Februar 1955 absolvierte sie gegen den Willen des Vaters eine Lehre als Technische Zeichnerin beim Berliner Glühlampenwerk. Dort wurde sie nach ersten Auszeichnungen später strafversetzt mit totalem Kontaktverbot. 

Im Osten wurde sie mit achtzehn Jahren volljährig und zog im September nach Westberlin. Von 1967 bis 1984 war sie selbständig als Kauffrau, Taxifahrerin und Geschäftsführerin ihrer Firma für Industriemontagen und Personalleasing. Mit ihrem Mann zusammen gründeten sie eine zweite Firma für Betonsanierung, Vollwärmeschutz und  Malerei. Nach dem Umzug 1985 nach Westdeutschland war sie nur noch Hausfrau. Eine Tochter und zwei Söhne, geboren 1960, 1961 und 1977.

 

 

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