Reinhard Füchtenschneider

Eine ungewöhnliche Geschichte kann uns begeistern. Man hört zu, wenn sie erzählt wird. So geht es auch mir, wenn ich abends vor dem Schlafengehen noch lese. Gut erzählte Geschichten faszinieren mich. Sie beflügeln meine Fantasie; denn Fantasie ist die Grundlage meiner täglichen Arbeit. Ich zeichne, plane und entwerfe. Den ganzen Tag lang, schon mehr als vierzig Jahre. Als selbstständiger Innenarchitekt freue ich mich, wenn meine Ideen Wirklichkeit geworden und die Auftraggeber mit dem Ergebnis zufrieden sind.
Dass ich Jahrgang 1946 bin, verheiratet, erwachsene Kinder und auch Enkelkinder habe, sollten sie von mir wissen. Jetzt bin ich schon einige Jahre im Rentenalter, arbeite aber weiter, da immer noch Aufträge eingehen, die mich ständig herausfordern. Manchmal sind ungewöhnliche Ideen notwendig, um eine Aufgabe zu lösen. So stand plötzlich die Idee für ein Buch im Raum, die mich nicht mehr losgelassen hat, da sie mir so interessant erschien.
Das Leben selbst war es, das ich so ungeheuer interessant fand. Die Natur mit ihrer unglaublichen Fülle an verschiedenen Lebensformen. Ob auf Land oder in der Tiefsee, jedes Lebewesen hoch entwickelt und perfektioniert. Erstaunlich, geradezu atemberaubend genial. Diese unzähligen Wunder der Natur, die in ihrer Vielzahl und Entwicklungsmöglichkeiten nicht zu erfassen sind. Was ist möglich, was nicht? Wir wissen es nicht. Bewusst wurde mir die ungeheure Energie, die dem Leben eigen ist und die ihren Erhalt sichert.
Ist es da nicht denkbar, dass die Natur uns nach unserem Tod einfach weiterleben lässt? Irgendwie? Nur anders? Ist eine Raupe, die sich einpuppt und später zum bunten Falter wird, nicht eine wunderbare und ebenso unwahrscheinliche Metapher? Sollte das der Fall sein, geht es wahrscheinlich abenteuerlich weiter, jedoch mit unglaublichen, grenzenlosen Möglichkeiten...

 

 

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