Luisa Natiwi

Gebannt hören und schauen ihr Kinder und Erwachsene zu, wenn Luisa Natiwi Geschichten aus ihrer Heimat Uganda/Karamoja erzählt. Sie hat nicht nur die Erzählungen der Alten in sich – ihr Leben selbst ist eine abenteuerliche Wanderung zwischen afrikanischem Nomadenleben und deutschem Wirtschaftswunder. Ihre inzwischen vergriffene Märchen-Anthologie "Es war einmal in Afrika" war das erste Buch im Kadera-Verlag. Die Märchen erschienen inzwischen in erweiterter Form im Verlag Natiwi-Books.

 

1952 kam Luisa Natiwi in einem Nomadenstamm zur Welt, hütete Vieh, sammelte Beeren – bis ihr eine Hyäne ein Bein zerbiss. Missionare pflegten sie gesund, brachten ihr Lesen und Schreiben bei. Sie absolvierte ein Studium und wurde erste Lehrerin ihres Stammes. Ugandas Diktator Idi Amin begehrte sie zur Frau – von jedem ugandischen Volk eine. Sie wollte es nicht. Ihr bewegtes Leben brachte sie nach Deutschland. Dort eroberte ein Arzt aus Uganda ihr Herz. Ihn zog es zurück nach Uganda. Dort aber wuchs in der Großfamilie mit dem aufkeimenden Bürgerkrieg die Aversion gegen die Frau aus dem Nomadenvolk. Luisa floh mit ihren drei Kindern zurück nach Deutschland.

 

Luisa Natiwi lebt heute in Hamburg und begeistert in Schulen und Kitas die Kinder. Vor Erwachsenen hält sie Vorträgen über das Nomadenleben und berichtet von ihrem Engagement für die Jugend in Uganda, wo sie eine Lebenslernschule unterstützt. Einer der von ihr unterstützten Schüler lernt z.Z. in Deutschland das Handwerk des Reetdachdeckers, um dies später in Uganda anzuwenden.

 

In dem biografischen Roman "Rote Erde – weißes Gras" (Kadera-Verlag) erzählt Luisa Natiwi mit ihrem Co-Autor Günther Döscher aus ihrem afrikanisch-deutschen Lebensabschnitt in den Jahren von 1960 bis 1985.

 

 

 

 

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