"Wortwerke" Autorenwettbewerb

In diesem Jahr veranstaltet "Wortwerke" den ersten "Wortwerke"-Autorenwettbewerb.

Neun Autorinnen und Autoren stellen sich der vierköpfigen Jury und wetteifern mit ihren jeweiligen Videopräsentationen um den Einzug in die nächste Runde.

 

Die Jury besteht aus der Autorin Brigitte Halenta, dem Verleger Björn Bedey, dem Coverdesigner Bernd Held und dem Lektor Rolf Müller.

 

Am 9. September geht es los.

Jeweils an den Samstagen 9. und  23.09., 07. und 21.10., sowie am 04.11. präsentieren die Autoren mittels Video ihren Text und beantworten s.g. "Rundenfragen". Diese sind vorgegeben. Die Jury entscheidet am 09. September über den Ausstieg eines, am 23.09. über den Ausstieg zweier Autoren. Ab dem 07.10. entscheiden Jury und Zuschauer/Zuhörer gemeinsam, wer den Wettbewerb verlassen muss. Die drei verbleibenden Autoren stellen sich am 25. November live der Jury und dem Publikum.

 

Und dies sind die Juroren:


Die Autorin: Brigitte Halenta

Ich bin Jahrgang 1937 und habe bis 2010 als Psychotherapeutin in eigener Praxis gearbeitet. Seit ich mit 10 Jahren meinen ersten Roman auf ein Blöckchen schrieb, sind viele Texte entstanden – Gedichte, Kurz-geschichten, Theaterstücke, Drehbücher, auch Romananfänge – aber 2 Studiengänge (Germanistik und Psychologie), 3 Ehen, 3 Kinder und die Notwendigkeit, Geld zu verdienen, haben mich lange davon abgehalten, mich um Veröffentlichungen zu bemühen.SCHREIBEN war schon immer ein Bedürfnis. Für die allerersten Aufsätze in der Grundschule brauchte ich von zwei Tafeln beide Seiten, auch die mit den Rechenkaros, auf denen es sich so schlecht schrieb. Papier war im und nach dem Krieg knapp, bis 1946 schrieben wir auf Schiefertafeln. Wenn ich meine Geschichte vorgelesen hatte, musste ich sie mit dem feuchten Schwämmchen, das wir in einer kleinen Dose dabei hatten, wegwischen, weil für den Unterricht eine saubere Tafel gebraucht wurde. Das war jedes Mal ein Schmerz. Eine Geschichte, mit der ich über Stunden beschäftigt gewesen war, die gerade eben noch eine sichtbare Existenz gehabt hatte, verschwand auf Nimmerwiedersehen, als hätte es sie nie gegeben. Das einzige, was mich trösten konnte, war, sich ein neue auszudenken. Ich dachte mir jeden Tag Geschichten aus: Zuerst auf dem langen Fußweg zur Schule, später, als ich in der Stadt aufs Gymnasium ging, auf den langen Fahrten mit Bus und Straßenbahn.

Der Verleger: Björn Bedey

 

"Sowas gab es noch nie – deshalb bin ich dabei!"

Björn Bedey, Verleger acabus Verlag Hamburg Juror beim Autorenwettbewerb der Wortwerke

 

„Mein Beruf ist meine Berufung“ ist der Wahlspruch des Verlegers Björn Bedey, der seit nunmehr 37 Jahren verlegerisch tätig ist: Vom Herausgeber einer Schülerzeitung bis zum Verleger von Büchern. Als er 2008 den acabus Verlag gründete, war dies nicht sein erster Verlag – aber sehr wohl sein erstes Belletristikprojekt. „Nach 10 Jahren Fachbüchern für das Hirn war mir einfach nach Büchern für das Herz“, meint Bedey. Neue deutsche Schriftsteller, die gerne etwas eckig und kantig sein dürfen, sind gefragt. Mittlerweile sind mehr als 200 Titel lieferbar, bei gut 20 Neuerscheinungen pro Jahr. Dabei pflegen Verlag und Verleger einen menschlichen und offenen Umgang mit Autoren und Lesern aller Genres.

Die Vielseitigkeit drückt sich auch in den Interessen des Verlegers aus: Da stehen Klassik und Heavy Metal nicht im Widerspruch. Entschleunigung findet Bedey bei einer Fahrt auf seinen Oldtimer-Treckern auf Wagrien – oder bei einem guten Buch!

 

 



Der Coverdesigner: Bernd Held

 

Als Bernd Held wurde ich vor einigen Jahrzehnten in Süddeutschland in der Nähe einer ursprünglich römischen Ansiedlung geboren. Nach der Schule verschlug es mich dann nach Nordrhein-Westfalen, wo ich heute noch zu finden bin.

 Nach der einen oder anderen Wirrung hatte ich irgendwann auch ein Diplom in der Tasche und durfte mich anschließend Diplom-Designer nennen.

Erst in einer Agentur, dann in der Selbständigkeit (Freiberufler) als Grafik-Designer habe ich kaum zählbare Printprojekte umgesetzt. Am spannendsten fand ich immer Buchprojekte - egal ob Firmenbroschüre/-katalog, Ausstellungskataloge und Kunstbücher, Kinderbücher, Veröffentlichungen aus dem kulturellen Bereich (bildende Kunst, Tanz, Musik).

 

Wenn man schon so viel Freude am Erstellen und Umsetzen von Büchern hat, dann liegt es irgendwann auch nahe, einen Verlag aufzumachen. Im Jahre 2011 war es dann soweit und die EDITION PASTORPLATZ erblickte das Licht durch die Rotwein geschwängerte Luft der damaligen Lieblingskneipe. 2014 wurde daraus eine GbR und wir brachten unser erstes Kinderbuch heraus.

 

Aus der anfänglichen Euphorie „ach was, das machen wir alles selbst - wie schwer kann es sein, die paar Bücher zu verkaufen?“ (was nicht nur am Rotwein, bzw. an dessen Mangel, lag) wurde schließlich ein immer noch mit viel Freude betriebener und weiterhin aufstrebender Kinderbuchverlag mit Barsortiment, Auslieferung, Lizenzagentur und Vertretern im Schlepptau. Die 4 - 6 Neuerscheinungen pro Jahr werden alle aufwändig illustriert, typografisch und gestalterisch penibel und mit viel Einsatz umgesetzt. Der Druck erfolgt nach genauen Vorstellungen in spezifischer Ausstattung und Aufmachung. Ein Bilderbuch erscheint demnächst in China.

 

Wir haben genaue Vorstellungen, wie was im Buch auszusehen hat. Das beruht jedoch selten aus einem Gefühl heraus, sondern gründet sich durch die Jahrzehnte lange Gesamterfahrung in Illustration, Gestaltung/Design, Marketing und Wahrnehmungspsychologie. Trotzdem hauen wir hin und wieder daneben …

 

„Machen wir das so, oder so? – Und!“

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Und das sind die teilnehmenden Autoren und die Links zu ihren Homestories:

Der Lektor: Rolf Müller

 

Schreibverbot, noch bevor ich schreiben konnte

Mein ganzes Leben lang habe ich geschrieben, obwohl es mir als Kind zunächst verboten worden war. Ein befreundeter Pädagoge hatte meinen Eltern gesagt, dass es Lehrer nicht gern sähen, wenn Schulanfänger schon mit Schreibkenntnissen in die Schule kämen. Ich lernte es dann heimlich, und als ich damit in die Schule kam, war es überhaupt nicht schlimm.
Mein erster eigener Text sollte Jahre später ein alternatives Ende für "Winnetou III" sein, denn Winnetou tot, das ging für mich gar nicht.
Erste Erfolge als Autor hatte ich aber nicht etwa Aufsatz schreibend im Deutschunterricht oder in der Schülerzeitung des Gymnasiums, sondern später, in meiner Fachausbildung zum Marinefunker. Um mit zehn Fingern blind die Fernschreibertastatur bedienen zu lernen, sollten wir stundenlang sinnlos Zeitungsartikel oder Fachliteratur abtippen. Ich schrieb stattdessen eigene Geschichten, meistens waren es Fabeln über Mäuse oder Ameisen, die Abenteuer in der weiten Welt suchten. Die Geschichten waren recht beliebt, sogar beim Lehrpersonal.
Nach meiner Marinezeit versuchte ich es ein paar Semester mit Volkswirtschaft, doch als ich eine Ausbildung zum Redakteur angeboten bekam, überlegte ich keine Sekunde und sagte zu.
Auf einige Jahre im Lokaljournalismus folgten fast 14 Jahre als Motorredakteur, ich testete neue Automodelle oder berichtete über technische Entwicklungen. Ein zentrales Thema des Magazins war der regionale Motorsport, der dann aber aus ökölogischen Gründen immer seltener veranstaltet werden konnte. Weil es damit auch weniger zu berichten gab, musste das Blatt schließlich eingestellt werden.
Meine Frau Kristina und ich, (wir machten beruflich immer alles gemeinsam), absolvierten dann bei der Filmschule Hamburg Berlin, (die damals noch nicht so hieß), eine einjährige Fortbildung zu Videojournalisten. Damals bestanden klassische Fernsehteams noch aus drei Personen: Autor, Kamera und Ton. Als Videojournalist sollte jeder von uns diese drei Jobs alleine machen; auf der Schulter die Kamera, eine Hand am Objektiv, in der anderen das Mikrofon … Dazu hatten wir dann doch keine Lust. Dennoch bereuten wir die Weiterbildung nicht, denn wir hatten alle Fertigkeiten gelernt, die man zum Filmemachen brauchte.
Beruflich kümmerten sich meine Frau und ich dann aber mehr um die Aufgabe, die vor dem Filmen kommt: Das Drehbuchschreiben. Nach zahlreichen Seminaren und Workshops, in denen man uns Figurenentwicklung, Dramaturgie und Dialoge beigebracht hatte, versuchten wir unser Glück als Seiteneinsteiger in dieser umkämpften Branche.
In der jüngsten Zeit ist ein spezieller Korrektur- und Ghostwriter-Service hinzugekommen, für Menschen, die an Legasthenie leiden oder deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Für sie korrigiere, redigiere und verfasse ich, oft sehr zeitnah, Texte, die sie in ihrer beruflichen Tätigkeit benötigen.


Christin Burger

 

https://youtu.be/W9NmyoxC7xA



Farina de Waard

 

https://youtu.be/Mn_cDfUZdpM

Georg Möller

 

https://youtu.be/MkuUMDzGevM

 

 



Sabine Römer

 

https://youtu.be/o0g46iPoTYM

Svenja Schirr Schmidt

 

https://youtu.be/NU99RCOOLyM

 


Christoph Stark

 

https://youtu.be/B93gbIVAf6w

 

 



Markus Walther

 

https://youtu.be/eo-fc5QIfvc