Bewertung der Jury, 2. Runde

 

 

Dies ist die Bewertung der Jury für die teilnehmenden Autoren:

 

Mit dieser Runde ausgeschieden sind Svenja Schirr-Schmidt und Christoph Stark.

 

 

Heike Adami:

Die Bewertung ist für diese Präsentation: https://youtu.be/2qiFDHEL9h4

 

Brigitte Halenta, Autorin:

 Wirkung des Videos: Die Autorin erzählt frei und lebendig über sich selbst und ihre Bücher. Sie hat sehr interessante Themen jenseits des Mainstreams. Macht Lust auf ihre Romane.

Text/Sprache: Viel Recherche vor Ort, also Sachkenntnis und sachlicher Sprachduktus wirkt sympathisch und überzeugend. Die Interpretation des Wortes "Schweigen" wirkt an den Haaren herbeigezogen.

Lesestil: Sie hat nicht vorgelesen.

Fazit: Lebendiges Video, in dem es der Autorin gut gelingt, biographische Daten und Inhalt ihrer Bücher zu verknüpfen. Das Interesse an den Stoffen ihrer Bücher wird durch die anschaulichen Briechte über ihre Recherchen geweckt.

 

 

Björn Bedey, Verleger:

War das im Hintergrund ein Friedhof in der ersten Szene? Ok…

Gut gemacht mit den leeren Regalen, die dann gefüllt werden.

Sie hätte gerne noch etwas zu den jeweiligen Zielgruppen sagen können.

Können die Bücher überall bestellt werden? In welchen Verlagen sind die Bücher erschienen?

Hintergrund der Bücher und Motivation werden schön erklärt.

Die Cover sprechen mich persönlich nicht an, sind mir zu blass und reduziert. In einem Onlinekatalog würden die Cover kaum auffallen.

Cover zu Barcelona hat mir noch am besten gefallen.

Die privaten Infos am Schluss fand ich gut und wichtig. In diesem Format geht es ja gerade darum, auch etwas über den Menschen zu erfahren.

Insgesamt hat mir die Vorstellung gut gefallen! Weiter so!

 

 

Bernd Held, Desiger:
Sie erzählt spontan und flüssig, einfach drauf los. Gut eingebunden in die Vorstellung ist die Vorstellung Ihrer bisherigen Bücher, die sie dekorativ hinten auf's Regal stellt. Super. Das Wettbewerbsbuch hält sie lange in die Kamera. Zu den drei Abschnitten des Videos wählt sie drei verschiedene Settings: sehr gut gelöst. Das Cover des Wettbewerbsbuches ist immer noch gut.

 

 

Rolf Mueller, Lektor:

Idee: Ein Konzept kann ich nicht erkennen. Es gibt eine Und-dann-Dramaturgie, die im Wesentlichen nur durch die Reihenfolge der Bücher strukturiert wird. Doch wie immer scheut die Autorin kein Risiko - und gewinnt!

Umsetzung: Die sympathische, lebendige Ansprache der Autorin überspielt das nicht vorhandene Konzept. Es ist interessant und auch berührend, wie sie die Vorstellung ihrer Bücher mit ihrem Leben verknüpft. Ein sehr gelungenes Beispiel für das heute so propagierte Storytelling. Durch die Geschichten über die Bücher werden sie unverwechselbar und interessant.

Technik: Das Viedo ist, trotz bewegter Bilder, zu statisch. Die Idee mit dem Bücherbord im Hintergrund, das sich langsam füllt, gefällt mir aber.

Auch dieses Mal fehlen Schnittbilder (bzw. Überblendungen), am Anfang ist die Kadrierung (Bildausschnitt) schlecht, zu viel Luft über dem Kopf der Autorin. Sie wirkt wie ein Kind, das kaum über den unteren Bildrand schauen kann. Die Ton- und Bildqualität ist okay.

Fazit: Die Präsenz der Autorin und ihre Fähigkeit, intuitiv vieles richtig zu machen, rettet den Beitrag und lässt ihn seine Funktion gut erfüllen - Interesse für die Autorin und ihre Bücher zu wecken.

 

 

Heike Adami bereitet sich nun auf die dritte Runde vor ...

 

 

 


Christin Burger

Die Bewertung bezieht sich auf diese Präsentation: https://youtu.be/2hqyd1Kz0iM

 

Brigitte Halenta, Autorin:

Wirkung des Videos: Gut gemachtes Video, Ankündigung der 46 Bilder wirkt klar und strukturiert. Der Zusammenhang von Leben und Büchern wird lebendig und engagiert erzählt.

Text/Sprache: Klare Sprache. Spannende Berichte über ihre Recherchen

Lesestil: Nicht gelesen

Fazit: Gut gemachtes Video, Ankündigungen der 46 Bilder wirkt klar und strukturiert. Der Zusammenhang von Leben und Büchern wid lebendig und engagiert erzählt. Die Berichte über ihre Recherchen machen Lust auf ihre Bücher.

 

 

Björn Bedey, Verleger:

46 Burger-Bilder: mal schauen, ob ich Appetit bekomme?

Die Autorenvorstellung mit seinen Büchern zu verbinden, ist für mich erst einmal eine schöne Idee. Die Bilder erzählen die Geschichte zum
Buch und dabei auch immer etwas über Christin - passt. Sind die Katzen auch bei der Recherche mit dabei? Der eigene Stand in Leipzig und
Frankfurt rufen meinen Respekt hervor! Ich mag diese sympathische Stimme - Sorry.
Jedes Buch mit den Bildern zu verknüpfen, hat mir wirklich sehr gut gefallen. Gerne hätte ich noch mehr erfahren und weitergeschaut. Schön,
dass Christin auch wirklich einmal etwas länger das Cover gezeigt hat – es geht doch!


Bernd Held, Designer:

Was soll man sagen? So stelle ich mir die Autorenvorstellung vor: Tolle Idee und eine tolle Verbindung zwischen Autoren- und Buchvorstellung. Spannend, kurzweilig, sympathisch, das Buchcover plakativ im Bild. Alles richtig gemacht.


Rolf Mueller, Lektor:
Idee: Bildershow mit 46 authentischen Motiven aus dem Fotoalbum, unterlegt mit Off-Kommentar.
Umsetzung: Optimale, videogerechte Umsetzung: keine statischen Bilder, sondern Kamerafahrten und Zooms in die Fotos
Bei Christin Burger sind die Stills auch zwingend, weil es sich um authentische Aufnahmen aus dem Fotoalbum handelt.
Technik: In diesem Video ist alles auf seine Art gelungen und perfekt: Das Bild, der Ton, die Kameraführung, der Off-Kommentar und allem
voran auch die Fotos, weil es "echte" Dokumente aus dem Leben der Autorin sind.
Fazit: Besser kann unter den gegebenen Bedingungen die Aufgabe nicht gelöst werden, höchstens anders.


Und auch Christin bastelt bereits an der Präsentation zur dritten Runde.

 


Farina de Waard

Und um diese Präsentation geht es: https://youtu.be/I20ORCYVrLw

 

Brigitte Halenta, Autorin:

Wirkung des Videos: Video mit einer einzigen Einstellung wirkt ermüdend. Sich zu verkleiden, ist zu wenig. Man erfährt trotz vielen Redens wenig über die Autorin. Das lange Lesen einer Legende hätte eines Kommentars bedurft.

Text/Sprache: Mythologische Erzählung über die Geburt von Geistern, Dämonen usw. in Alltagssprache, viele Klischees

Lesestil: Angenehme Stimme, aber weit entfernt von professionellem Vorlesen, das Zuhörer bannt. Dafür hat sie zu lange gelesen.

Fazit: Trotz Verkleidung und geheimnisvoller Location ermüdendes Video, weil nicht nur inhaltlich nichts Spannendes passiert, sondern auch optisch keine Abwechslungen geboten werden. Die mädchenhafte Stimme langweilt bei zu langem Vorlesen schnell.Die Sprache ist voller Klischees.

 

 

Björn Bedey, Verleger:

Coole Location! Nachtlesung finde ich auch super! …und mit passender Gewandung – wow!

Die persönliche Vorstellung war anders, aber authentisch und interessant – für mich leider zu kurz.

Das Buch war nicht wirklich zu erkennen – schade, aber das ist verständlicherweise der Dunkelheit geschuldet.

Die Fokussierung von Farina auf das Buch finde ich einerseits gut – aber das Buch kann ich in Ruhe lesen, wenn ich es gekauft habe. Die Informationen zum Buch und zur Autor, die nicht im Buch stehen, finde ich an dieser Stelle viel interessanter. Farina muss zudem gute Augen haben – so dunkel wie es dort war. Die gelesene Stelle war mir zu lau, passte aber vielleicht zur Uhrzeit?

Gerne hätte ich auch noch etwas über ihre anderen Bücher erfahren – aber Farina wollte nicht.

Trotzdem höre ich Farina gerne zu und die Begeisterung für ihre Geschichte kann man spüren. Ich würde mich freuen, ihr weiter zuhören zu können.

 

 

Bernd Held, Designer:
Einfach mal loslegen … das kommt locker und sympathisch rüber. Das Nachtsetting passt zum Buch. Leider ist die Selbstdarstellung schon nach drei Minuten um - ich hätte gern mehr erfahren. Das Buch an sich kommt kaum vor. Die Lesung aus dem Buch wirkt etwas hektisch, holprig und getrieben, aber trotzdem sympathisch.

 

 

Rolf Mueller, Lektor:

Idee: Nachtlesung in einem historisch anmutenden Kostüm, ansonsten keine besondere Konzeption, aber immerhin mal ein anderes Setting.

Umsetzung: Kommt recht munter und locker rüber, sympathische, gewinnende Ansprache; aber vom Virtuellen her zu statisch

Technik: schlechte Lichtverhältnisse, starkes Farbrauschen im Bild. Der Ton ist professionell, ds Videobild nicht.

Fazit: Nichts riskiert und auch nicht wirklich gelungen. Die Bildqualität ist einfach nicht professionell. Darüber kann der sympatische Auftritt nur knapp hinwegtäuschen.

 

 

Farina de Waard hat es in die dritte Runde geschafft.

 

 

 


Sabine Römer

Und um diese Präsentation geht es:  https://youtu.be/phfXXAeuzR8

 

Brigitte Halenta, Autorin:

Wirkung des Videos: Die Vorstellung ihrer Person ist etwas zu leise, wirkt schüchtern und leicht langweilig. Die Lesung ist qualitativ viel besser, der Text kommt gut rüber.

Text/Sprache: Solide erzählte Alltags-Geschichte ohne sprachliche Besonderheiten. Es fehlt ein eigener ton. Der Stoff ist banal.

Lesestil: professionell

Fazit: Nach einer nicht überzeugenden und qualitativ zu leisen Vorstellung folgt eine (auch technisch) gute Lesung, der man gerne folgt, weil die Autorin lebendig vorlesen kann. Aber leider ist der Inhalt der Geschichte recht banal, und auch der Sprache gelingt es nicht, dem langweiligen Stoff Glanzlichter aufzusetzen.

 

 

Björn Bedey, Verleger:

Diesmal der Film in Bildform – ok, kann man machen. Mir ist die Verweildauer bei dem ersten Bild viel zu lang. Sabine stellt sich persönlich kurz vor und berichtet über ihren Weg zum Schreiben und über das Schreiben. Manchmal hört sich der Text abgelesen an. Ups – dann kommt Fridolin und weckt mich auf. Fridolin ist gut!

Schnellerer Bildwechsel mit guten, teils humoristischen Bildern. Beim Lesen variiert Sabine und betont – gut. Leider bricht die Stimme manchmal. Die Geschichte ist kurzweilig.Eine Frage bleibt: Wer hat Fridolin gezeichnet?

Bernd Held, Designer:
Der Anfang der Standbild-Vorstellung istoptisch etwas langweilig, man merkt, dass sie einen vorbereiteten Text abliest. Gott sei Dank wird es mit der Lesung viel besser. Ich mag die Lesung: witzig gemacht, gut gelesen und schöne Geschichte. Das Buch kommt nicht vor.


Rolf Mueller, Lektor:
Idee: Wenn es eine Idee sein soll, den autobiografischen Kommentar minutenlang zu einem Standbild zu sprechen, dann ist es keine gute.
Die gelesene Geschichte mit passenden Bildern aufzulockern, gefällt mir gut.
Umsetzung: Einen Videobeitrag ohne bewegte Bilder zu gestalten, ist einfach zu statisch. Zumal es sich fast immer um 'Symbolfotos" handelt,
die auch hätten gedreht werden können.
Technik: Über drei Minuten lang ein Standbild in einem Video zu zeigen, geht gar nicht. So hat das Video keinen Rhythmus und die Zuschauer/
Zuschauerinnen rätseln, ob es sich um einen Defekt oder nur Unvermögen handelt. Der Ton des ersten Teils ist zu leise, die Lesung dann zu
laut. Gut gemacht, dass das Ohrensessel-Foto zum Schluss noch mal eingeblendet wird, so schließt sich der Kreis.
Fazit: Eigentlich ein süßes Video, das mir richtig ans Herz gegangen ist, besonders die Fotos mit der schauspielerisch talentierten Autorin. Aber,
aus welchen Gründen auch immer, die erste Hälfte ist misslungen.


Sabine Römer bereitet sich ebenfalls auf die dritte Runde vor.



Svenja Schirr-Schmidt

Diese Präsentation wird bewertet: https://youtu.be/tIYlfqfY8kw

 

Brigitte Halenta, Autorin:

Wirkung des Videos: Wieder viel zu leiser Ton. Oft auch zu dunkel ausgeleuchtet. Wirkt statisch, die Autorin sitzt

die ganze Zeit in derselben Position, nur rational aktiv. Emotional kann sie die Zuhörer nicht ansprechen. Die

Zettel in der Hand mit den Themen wirken da fast rührend.

Text/Sprache: Erklärt im Detail Medienpädagogik, man erfährt wenig Persönliches. (Die Bilder von Kasia Czech sind schön.) Die Sprache ist unlebendig, die Dialoge mit Mila wirken auf ihre Nutzanwendung hin konstruiert.

Lesestil: Um Audruck bemühtes Lesen, kommt aber nicht überzeugend rüber.

Fazit: Wieder viel zu leise, teilweise auch zu dunkles Video. Emotional kann sie die Zuhörer nicht ansprechen. Man erfährt zu wenig Persönliches. Die Sprache ist unlebendig, die Dialoge mit Mila wirken auf ihre Nutzanwendung hin konstruiert.

 

 

Björn Bedey, Verleger:

Ok – jetzt weiß ich, wer Bootsmann ist. Aber auch wer Svenja ist und was sie so macht – gut.

Der Bildausschnitt war mir etwas zu klein – die Karten konnte ich nicht lesen.

Medienpädagogik hat sie gut erklärt. Sie ist vom Fach – hab ich verstanden.

Wo ist das Buch? Am Anfang war es ganz kurz zu sehen – hätte Svenja einfach auf den kleinen Tisch stellen können.

„Lesehäppchen“ finde ich gut. Dunkelheit und Taschenlampe brachten etwas Abwechslung. Am Ende gab es dann sogar noch 2 Bilder – super!

Insgesamt deutlich besser als die erste Präsentation von Svenja.

 

 

Bernd Held, Designer:
Natürlich muss man kein Videoprofi sein, aber die Art und Weise von Svenjas Videovorstellung ist im Grunde indiskutabel. Das Setting ist langweilig, die Beleuchtung eine Zumutung. Die Autorin erzählt viel über sich und ihre Familie. Passt.

 

 

Rolf Mueller, Lektor:

Idee: Es gibt kein besonderes Konzept, abgesehen von den für die Zuschauer lesbaren Moderatorinnen-Kärtchen. Leider ist selbst dieser Einfall nicht wirklich zu Ende gedacht und umgesetzt worden. Gleiches gilt für die Idee, bei dem vorgelesenen Stromausfall das Licht auszuschalten.

Umsetzung: Die Autorin plaudert ganz locker, aber die Umsetzung ist durchweg mit gebremstem Schaum. Da schmunzelt man dann dankbar über unfreiwillige Komik wie "das Kinder-Entspannungstraining ist eine ganz spannende Sache".

Technik: Technisch sind Bild und Ton soweit okay, der Ton ein wenig zu leise. Ansonsten ist das Video aber zu ruhig, zu statisch. Wen der filmische Höhepunkt darin besteht, dass der Hund von rechts nach links durchs Bild geht, dann ist es nicht wirklich ein gelungenes Video.

Fazit: Irgendwie ist das Video noch zu sehr der Höhlenmalerei verhaftet und zu weit von den audiovisuellen Möglichkeiten des Internets entfernt.

 

 

Svenja Schirr-Schmidt scheidet leider aus ... :-(

 

 

 


Erik D. Schulz

Die Bewertungen beziehen sich auf diese Präsentation: https://youtu.be/a-ECfV_W9r4

 

Brigitte Halenta, Autorin:

Wirkung des Videos: Professionell gemachtes Interview mit dem Autor. Informativ und lebendig. Es besticht die Aufrichtigkeit des Autors und die Hereinnahme des Sohns als Co.

Text/Sprache: Kompetent und einfühlsam. Sehr überzeugend die Motivation, jugendliche LeserInnen erreichen zu wollen.

Lesestil: Er hat nicht gelesen.

 

 

Björn Bedey, Verleger:

Wer ist Erik D. Schulz? Gute Frage!

In Form einer Reportage und eines Interviews soll die Antwort erfolgen – gefällt mir gut.Unterschiedliche Handlungsorte und Einstellungen machen das Filmchen kurzweilig. Beruf und Buch werden in Zusammenhang gebracht – die fachliche Komponente wird dann wohl passen. Wie Erik zum Schreiben kam erfahren wir auch. Recherche und Ruhe sind ihm beim Schreiben sehr wichtig. Momentan sitzt er an seinem
Hauptwerk – hört sich spannend an! Hat er denn auch vorher schon etwas geschrieben außer seiner Dissertationsschrift? Die Aufklärung folgt: 2 Jugendbücher – Politthriller – Liebesroman? Wieviel Bücher hat Erik denn nun schon geschrieben? Ich bin etwas verwirrt. Hätte die Bücher gerne mal gesehen… Insgesamt habe ich mehr zur Person und zum Werk erfahren – hat mir gefallen.

 

 

Bernd Held, Designer:
Die Autorenvorstellung als Interview erinnert an einen lokalen Fernsehbeitrag. Die Kameraführung ist manchmal unfreiwillig komisch, wirkt in seiner durchaus vorhandenen Professionalität konstruiert und etwas gestellt. Trotzdem kommt der Autor gut rüber. Ich vermisse das Buch.

 

 

Rolf Mueller, Lektor:

Idee: Origineller Einfall, sich selbst au sdem Off heraus zu interviewen. Gute filmische Auflösung; es gibt akustische Informationen und gleichzeitig optisch vermittelte, das führt zu einer hohen Informationsdichte. Fragen und Antworten inhaltlich interessant und wertvoll.

Umsetzung: Souveräne, professionelle Umsetzung, die alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nutzt, bis hin zum Agieren des Autors vor der Kamera, gerade auch zusammen mit seinem Sohn. Das Video hat einen schönen, gleichmäßigen Rhythmus.

Technik: Technisch ist der Beitrag einwandfrei; es gibt zwar auch keine Schnittbilder, das Problem wurde aber geschickt durch Überblendungen gelöst.

Fazit: Von vorn bis hinten klasse gemacht; inhaltlich informativ, souverän und locker präsentiert. Es schwingt oft ein Augenzwinkern mit, das man spürt, aber gar nicht sieht.

 

 

Der Autor nimmt an der dritten Runde teil.

 

 

 


Christoph Stark

Hier wird diese Präsentation bewertet: https://youtu.be/ben1H2VoTSg

 

Brigitte Halenta, Autorin:

Wirkung des Videos: Selbstvorstellung wirkt hilflos. Scheitert an seinem zu hohen Anspruch, komplizierte Begriffe wie Wahrheit mal eben freisprechend zu definieren.

Text/Sprache: Leider kultur-pubertär wirkendes Gerede ohne Substanz.

Lesestil: Liest zu lange vor, ohne wirklich lesen zu können.

Fazit: Selbstvorstellung wirkt hilflos. Der Autor scheitert an seinem zu hohen Anspruch, komplizierte Begriffe mal eben freisprechend zu definieren. Macht es sich dann einfach, indem er lange vorliest, ohne wirklich lesen zu können.

 

 

Björn Bedey, Verleger:

Ahh – Der Titel und Autor stehen bereits im Intro im Vordergrund – gut!

Wirke – Wünsche – Wahrheit – Worte

Warum zeigt Christoph uns nicht sein erstes Buch? Sieht es so schlimm aus?

Die Info zu seinem neuen, noch nicht ganz fertigen Roman hat mir gut gefallen – falls dem Leser das Buch gefällt, weiß er, dass es schon das nächste Buch von ihm gibt.

Die Gedanken von Christoph zu den Schlagworten waren interessant und bringen einem die Denkweise von ihm näher.

Das eingeblendete Cover bei der Lesung fand ich vorbildlich.

Schade das Christoph nicht häufiger laut wird – das kann er gut. Trau dich!

Schöner Abspann.

 

 

Bernd Held, Designer:

Seine Autorenvorstellung kommt in einem einfachen Setting daher: Bücherecke mit Holzregal, Autor davor, sitzend – fertig. Das Video ist insgesamt zu lang. Aber ich mag seine sympathische, spontane Vorstellungsart. Der Autor ist in seiner etwas schüchternen Art sehr „knuffig“. Die Lesung ist ordentlich vorgetragen. Ich mag den lustigen und kruden Text. Der Autor könnte trotzdem etwas lebhafter sein.
Fazit: Weiter

 

 

 

Rolf Mueller, Lektor:

Idee: Keine besondere Konzeption, einfach drauflos geredet. Geht formal kein Risiko ein, gerät aber inhaltlich auf sehr dünnes Eis.

Umsetzung: Relativ entspannte, sympatische Darbietung. Dass Christoph Stark aber so im Vorbeiplaudern die philosophischen Weltfragen beantworten wird, traut man ihm spätestens dann nicht mehr zu, wenn ihm nach Ethik und Moral zum Stichwort "Wunsch" nur einfällt "dass alle Welt meine Bücher liest".

Technik: Das Videobild isdt etwas rotstichig, der Ton professionell. Klare, deutliche Sprechweise. Es gibt zwar Zwischentitel, der Monolog ist aber nicht wirklich strukturiert.

Fazit: Ein eigentlich lockerer, charmanter Beitrag, dessen schüchterne Überheblichkeit mich aber eher nervt, zumal viele Aussagen ziemiche Allgemeinplätze sind.

 

 

Christoph Stark scheidet in dieser Runde leider aus.

 

 

 


Markus Walther

Diese Präsentation wird bewertet: https://youtu.be/7QLK1QOL_88

 

Brigitte Halenta, Autorin:

Wirkung des Videos: Rundum überraschendes und begeisterndes Video. Tolle Idee gut ausgeführt. Man ist von Anfang bis Ende gefangen. (Da kommt das Ende dann wirklich ein bisschen abrupt.)

Text/Sprache: Die Gestaltung des Textes der Vorstellung ebenso wie der im Buch hat einen eigenen, wiedererkennbaren Ton. Einfach stark.

Lesestil: Top gelesen. Da erkennt man den Profi. Ich weiß noch nicht, ob mich das Buch interessiert, aber vorgelesen hätte ich es auf jeden Fall gerne.

Fazit: Rundum überraschendes und begeisterndes Video. Tolle Idee gut ausgeführt. Man ist von Anfang bis Ende gefangen. Die Gestaltung des Textes der Vorstellung ebenso wie der im Buch hat einen eigenen, wiedererkennbaren Ton. Einfach stark. Top gelesen.

 

 

Björn Bedey, Verleger:

Ok – in Form ein Comics – oder Storyboards – originelle Idee. Die „laufenden Bilder“ haben auch etwas: ein ungewöhnliches aber ansprechendes auffallendes Format. Ich war am Anfang so von den Bildern fasziniert, dass ich vom gesprochenen Inhalt kaum etwas mitbekommen habe – aber das wurde im Laufe der Vorstellung besser. Gute Darstellung des literarischen Werdegangs – aber wo sind die Bücher zu sehen?

Die Einblendung im Bild bei der Leseprobe hat mir auch sehr gut gefallen – wirklich gute Idee. Eine Internetmaschine möchte ich auch haben! Lesung war gut – langsam – aber ich konnte dem Inhalt gut folgen.

Was ich vermisst habe, sind Cover und Bezugshinweise – schließlich will Markus das Buch doch auch verkaufen!

Insgesamt habe ich mich aber vorzüglich unterhalten gefühlt. Wie hieß das Buch noch mal?

 

 

Bernd Held, Designer:
Die Vorstellung als Comic-Ablauf mit einer mysteriösen Stimme auf dem Off zu gestalten gefällt mir. Leider passte teilweise das Bild nicht zum gesprochenen Text. Optisch ein echtes Highlight. Allerdings vermisse ich das Buch. Mit der Lesung kann ich, wie auch schon im ersten Teil, nicht viel anfangen. Hier wird ein guter Text einschläfernd vorgetragen.

 

 

Rolf Mueller, Lektor:

Idee: Originelle Idee, das Video als Comic zu gestalten. Wispernde Bücher interviewen den Autor, geschickte Einbeziehung des Romans "Buchland", aus dem dann gelesen wird.

Umsetzung: Sehr professionell umgesetzt (Zeichnungen im Comic-Stil); die monologartigen Interviewantworten sind akustisch, und auch optisch in den Sprechblasen, zu lang. Geschickt, wie der Autor das abfängt: die wispernden Bücher thematisieren diese Kritik selbst.

Technik: Bild und Ton des Videos sind gut, von einem leichten Tonrauschen abgesehen. Schade, dass der Comic-Stil nicht komplett durchgehalten wird; das bunte Bild der Internet-Maschine führt den Comic nicht bis zum Ende fort. Sehr gelungen ist wieder die Lesung. Es ist beeindruckend, wie es dem Autor gelingt, Stimme und Vorlesestil zu einem Markenzeichen mit hohem Wiedererkennungswert zu machen. Das Ende der Lesung ist zu abrupt.

Fazit: Originelle Idee mit etlichen witzigen Einfällen; der Beitrag löst die Wettbewerbsaufgabe souverän und professionell. Gelungene Leseprobe der faszinierenden Geschichte.

 

 

Markus Walther bereitet sich nun auf die dritte Runde vor.