Bewertungen der Juroren zur 5. Runde

Dies sind die Bewertungen der Jury zur fünften und letzten Runde des Autorenwettbewerbs 2017:

 

 

 


         Heike Adami                                                     Christin Burger                                  Markus Walther

Die Bewertung von Brigitte Halenta, Autorin:

Christin Burger

 

Die sehr persönliche Schilderung der Autorin, wie sie ihren Weg im Marketing ihrer Bücher gefunden hat, wirkt sympathisch und professionell. Leider arbeitet sie nur mit Standbildern, die Autorin selbst bekommt man gar nicht mehr zu sehen. Die Lesung ist wieder sehr gelungen. Das Gesamtpaket Christin Burger hat für mich über alle Runden hinweg gestimmt. Für mich ist sie die Siegerin des Wettbewerbs.

 

 

 

Markus Walther

 

Optisch und akustisch gibt es wieder Anregendes. Der Autor dokumentiert seine vielfältige Präsens im Internet durch den Abruf der Internet-Adressen. Etwas über persönliche Erfahrungen zu hören, wäre interessanter gewesen. Die Lesung war wieder Klasse, insofern ein Text von sprachlich hohem Niveau gekonnt vorgelesen wurde. Wenn nur die Qualität des Textes bewertet würde, wäre Markus Walther für mich der Sieger des Wettbewerbs, so ist er für mich der zweite.

 

 

 

Heike Adami

 

Das Selbstbewusstsein, mit dem die Autorin alle erdenklichen Möglichkeiten des Internets und der Selbstinszenierung in Lesungen für das Marketing ihres Buches nutzt, ist bewundernswert. Wäre ein Marketing-Preis zu vergeben, wäre sie die Siegerin. Im Vergleich mit den anderen Wettbewerbern und über alle Runden ist sie für mich klar schwächer und belegt den dritte  Platz.

 

 

 

 

 


Die Bewertung von Björn Bedey, Verleger:

Runde 5 Autorenwettbewerb Wortwerke Marketing
Christin erzählt ihre Geschichte der Vermarktung. Das Abzoomen der Bilder ist gut umgesetzt. Präsentation der Berichte in der Presse und die Photos untermalen das Erzählte. Die abschließende Lesung wird gut eingeführt und wie immer gut und souverän erzählt. Bei diesem Video war Christin nicht live zu sehen – schade –, ging aber auch so.

Runde 5 Marketing Heike Adami Wortwerke Autorenwettbewerb
Heike berichtet über Marketingaktivitäten, teilweise untermalt mit Bildern der Aktionen. Gut hat mir die Präsentation der „Goodys“ gefallen. Die Lesung in der Mitte des Beitrages war souverän. Sehr gut fand ich die Werbung am Ende für den Online-Kurs  – das war Marketing live!

Markus Walther und das Marketing
Die filmische Umsetzung war wie stets außergewöhnlich – kreativ und professionell. Mir persönlich hat sie gut gefallen – ich hätte aber auch gerne noch die Geschichte dahinter gehört. Die Fokussierung auf das Online-Marketing war mir zu wenig. Die folgende Lesung war wie stets sehr fesselnd und die Werbung am Schluss passte.

 

 

 


Die Bewertung von Bernd Held, Designer:

In die finale Runde haben es Heike Adami, Christin Burger und  Markus Walther geschafft. Dazu erst einmal herzlichen Glückwunsch.
In der Endrunde geht es nun ums Marketing. Wie bewerben und vermarkten die Autoren ihre Bücher? Es gibt schier unendliche Möglichkeiten, sein Buch zu bewerben und die Schwierigkeit besteht darin, die Möglichkeiten zu finden, die für sein Buch am besten geeignet sind. Die Herangehensweisen sind dabei so unterschiedlich wie die Autoren.
Da ist Heike Adami, die unterschiedliche Bücher geschrieben hat und ihre Bücher über sich als Autorin vermarktet. Dazu ist sie in den sozialen Medien sehr aktiv, geht deutschlandweit auf Lesereisen. Veranstaltet „Lesungen Plus“ mit Musik, Tänzer oder Buffet, bucht Messebeteiligungen mit eigenem Stand auf der BuchBerlin oder der Leipziger Buchmesse und verteilt eine ganze Reihe an Werbeartikel, die allen ihren Bücher zugute kommen. Zukünftig soll es auch Onlinekurse/Coachings geben, die inhaltlich auf ihr Wettbewerbsbuch abzielen. Insgesamt also eine große Bandbreite an Marketingaktionen, die auf die Autorin Heike Adami als Marke abzielen.
Da gibt es Christin Burger, die eine Trilogie geschrieben hat und unter den Lesern eine „Fanbase“ aufbaut, da dies am besten funktioniert. Wer ein Buch gelesen hat, kauft fast schon zwangsläufig das zweite oder dritte. Neben Social-Media-Aktivitäten in verschiedenen Kanälen steht somit die direkte Leseransprache im Vordergrund.
Und letztlich gibt es Markus Walther, der als Verlagsautor zwar in vielen sozialen Kanälen unterwegs ist und auch Lesungen abhält, den Hauptteil des Buchmarketings aber natürlich dem Verlag überlassen kann.
Somit lassen sich die Vorgehensweisen der drei AutorInnen letztlich nicht vergleichen, da die Vorgaben zu unterschiedlich sind. Niemand macht schlechtes Marketing, aber der Marketingumfang ist sehr unterschiedlich.
Die Marketingrunde hat für mich eindeutig Heike Adami gewonnen. Ihr Engagement in ihre Bücher ist umfassend und ausdauernd. Die Strategie, ihre Bücher über sie selbst als Autorinnen-Marke zu verkaufen, scheint plausibel und logisch.
Das für mich „schönste“ Buch hat Markus Walther. Ich liebe diesen handgezeichneten, mit Jugendstilelementen und Scherenschnitten versehen Umschlag, der es aus der Masse der Bücher hervorhebt. Die Geschichte des Buchlandes übt auf mich auch die größte Faszination aus.
Über alle Wettbewerbsrunden hinweg ergibt sich für mich jedoch eine andere Siegerin: Christin Burger. In keinem Bereich wirklich schlecht, in etlichen Bereichen sehr gut und manchmal überragend, schiebt Sie sich für mich an die Spitze des Wettbewerbes.
Meine Siegerin heißt also Christin Burger.

Die Bewertung von Rolf Mueller, Lektor:

Hier nun mein Resümee in alphabetischer Reihenfolge:

Heike Adami
hat mich durch Persönlichkeit überzeugt. Ihre Öffentlichkeitsarbeit ist geprägt durch Authentizität, Offenheit und Ehrlichkeit. Ihre Beiträge waren für mich die lebendigsten, die buntesten. Heike Adami hat auf eine ganz intuitive, aber überzeugende Weise Storytelling betrieben.

Christin Burger
hat mich in allem überzeugt, es einfach nur Professionalität zu nennen, wird dem Ideenreichtum, dem Know-How, der Perfektion und auch dem Charisma von Christin Burger nicht gerecht. Ihre Beiträge waren in meinen Augen schlicht und einfach optimal – in jeder Hinsicht und unter jedem Aspekt.

Markus Walther
hat mich durch seine Originalität überzeugt. In ihm habe ich einen Autor erlebt, der in seinem Stil – und zwar sowohl inhaltlich, als auch in seinen Texten bis hin zu seiner Performance beim Lesen – so unverwechselbar ist wie ein Heinz Rühmann oder Marcel Reich-Ranicki es in ihrer Arbeit waren.

Alle drei Teilnehmer*innen dieser Runde haben gewonnen, aber die Beste ist für mich

Christin Burger.

Herzlichen Glückwunsch!